Auto rast in Südtirol in Reisegruppe: Sechs Deutsche tot

Ein Auto ist in Südtirol in eine deutsche Reisegruppe gefahren und hat sechs junge Urlauber getötet. Offenbar hatte der 28-jährige mutmaßliche Fahrer des Sportwagens getrunken.

Nachdem in Südtirol ein Auto in eine Reisegruppe gefahren ist und laut Medienberichten sechs junge Deutsche getötet hat, hat das Auswärtige Amt Kontakt zu den italienischen Behörden aufgenommen. Mitarbeiter des deutschen Generalkonsulats in Mailand unterstützten die Behörden, die mit der Identifizierung der Verunglückten befasst sind, erklärte das Auswärtige Amt. Sie würden auch bei der Betreuung der Betroffenen helfen.

Die Feuerwehr bestätigte, dass alle Opfer aus Deutschland gekommen seien. Sie sollen um die 22 und 23 Jahre alt sein. Elf Menschen seien verletzt worden, vier davon schwer. Unter den Verletzten sind auch zwei Südtiroler, die übrigen stammen ebenfalls aus Deutschland. Der mutmaßliche Fahrer des PS-starken Sportwagens war vermutlich betrunken, als er den Unfall verursachte. Laut Medien in Italien hatte er fast 2 Promille Alkohol im Blut. 

Die Gruppe war in den Skiferien und soll in dem Wintersportort auf dem Heimweg von einem Discobesuch gewesen sein. Das Auto sei gegen 1.00 Uhr nachts in dem kleinen Wintersportort Luttach im Ahrntal in die Gruppe gefahren. Die Polizei geht von einem Unfall und nicht von einer absichtlichen Tat aus. Die Verletzten kamen in Krankenhäuser der Region, eine Frau wurde nach Innsbruck ins Krankenhaus geflogen.

“Das neue Jahr beginnt mit dieser schrecklichen Tragödie”, sagte der Südtiroler Landeshauptmann Arno Kompatscher auf einer Pressekonferenz in Luttach. “Wir sind alle geschockt.”  

Ermittlungen wegen Tötung im Straßenverkehr

Der 28 Jahre alte Autofahrer überlebte. Er sei festgenommen worden, es werde wegen Tötung im Straßenverkehr ermittelt, berichtete ANSA.

Ein Sprecher der Feuerwehr in Luttach sagte der dpa, die Menschen seien auf der Hauptstraße des Ortes unterwegs gewesen. 160 Einsatzkräfte waren vor Ort. Helmut Abfalterer von der Feuerwehr sagte der “Tageszeitung Online”: “Es hat ausgesehen wie auf einem Schlachtfeld.”

Die Polizei ermittle den Hergang des Unglücks, hieß es beim Landeskommando der Carabinieri. Der Unfallort liegt in Italien an der österreichischen Grenze und ist als Ski- und Wintersportgebiet bekannt. Luttach ist ein Dorf der Gemeinde Ahrntal, die etwas mehr als 1000 Einwohner hat. Es liegt in der Nähe von Bruneck. Der Ort ist bekannt bei deutschen Jugendgruppen, die zum Skifahren kommen. In dem Ort gab es nach dpa-Informationen seit längerem Klagen über Autos, die auf der Hauptstraße rasen.

Dw/stu/bri (dpa, afp)

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