Burkina Faso trauert nach Doppelangriff um Dutzende Opfer

Bei einem Doppelangriff auf eine Militärbasis in Burkina Faso wurden 35 Soldaten und Zivilisten getötet. Dies war einer der tödlichsten Angriffe auf das westafrikanische Land in fast fünf Jahren Gewalt.

Burkina Faso, das an Mali und Niger grenzt, wurde regelmäßig angegriffen. Seit Beginn des Jahres 2015, als sich die Gewalt in der Sahelzone auszubreiten begann, wurden Hunderte getötet.

“Eine große Gruppe von bewaffneten Kämpfern griff gleichzeitig die Militärbasis und die Zivilbevölkerung in Arbinda an”, sagte der Stabschef der Armee in einer Erklärung.

Keine Gruppe übernahm sofort die Verantwortung für den Angriff, aber frühere Gewalttaten in Burkina Faso wurden Kämpfern vorgeworfen, die mit Al-Qaida- und IS-Gruppen (ISIS) in Verbindung stehen.

USA wollen 7000 Soldaten abziehen

Der “New York Times” zufolge könnte der erste Schritt auf diesem Weg der Abzug der bis zu 7000 in Afrika stationierten US-Soldaten sein. Die Abkehr der USA wäre ein harter Schlag insbesondere für die französischen Streitkräfte, die in Mali, Niger und Burkina Faso gegen dschihadistische Milizen kämpfen.

 Der Einsatz des französischen Militärs in der Sahel-Zone ist seit dem Tod von 13 französischen Soldaten bei einer Hubschrauberkollision in Mali Ende November auch in Frankreich umstritten. Es handelte sich um den bislang schwersten Zwischenfall bei dem französischen Militäreinsatz gegen Islamisten in der Sahel-Zone seit 2013.

Frankreich hat im Kampf gegen Dschihadisten derzeit rund 4500 Soldaten in der Sahel-Zone stationiert. Auch rund 1000 deutsche Soldaten sind in Mali ebenfalls im Rahmen von UN- und EU-Missionen präsent.

nob/haz (dpa, rtr) – 25. 12. 2019

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