Corona-Ticker: Deutsche Grenzen fast dicht

Deutschland setzt die Freizügigkeit mit einigen Nachbarn teilweise aus. Japan versucht die Wirtschaft zu stabilisieren. Die neuesten Nachrichten weltweit rund um die Corona-Pandemie im DW-Liveticker.

8.00 Uhr – Als Maßnahme zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie sind Deutschlands Grenzen zu Dänemark, Frankreich, Luxemburg, Österreich und der Schweiz teilweise geschlossen worden. Hineingelassen werden sollen laut Bundesinnenminister Horst Seehofer nur noch Reisende mit “triftigem Reisegrund”. An den Grenzen werden zudem für unbestimmte Zeit wieder Grenzkontrollen eingeführt. Der Warenverkehr und auch der Grenzübertritt für Berufspendler blieben aber möglich, sagte Seehofer. Deutsche, die sich noch in einem der betroffenen Länder befänden, hätten “selbstverständlich das Recht” auf Rückkehr in ihr Heimatland. Auch ausländische Staatsbürger mit einem Aufenthaltstitel in Deutschland dürften wieder einreisen. Zugleich rief die Bundesregierung die Bürger auf, Auslandsreisen vorerst zu unterlassen. In fast allen Bundesländern schließen ab diesem Montag zudem die Schulen und Kitas.

Vor 8.00 Uhr

7.45 Uhr – Die Mainzer Biotechfirma BioNTech hat nach eigenen Angaben “rapide Fortschritte” bei der Entwicklung eines Impfstoffes gegen das Coronavirus gemacht. Es gehe um die Immunisierung und Prävention von Covid-19-Infektionen, teilte das Unternehmen am Montag mit. Vorbehaltlich der behördlichen Genehmigung begännen die klinischen Studien mit dem Produktkandidaten Ende April.

7.34 Uhr – Mexikos Regierung weist Berichte zurück, wonach es in dem nordamerikanischen Land einen ersten Corona-Todesfall gegeben habe. Der Mann, auf den sich der Bericht bezog, sei am Leben, allerdings jedoch in kritischem Zustand. Laut Johns-Hopkins-Universität zählt das Land bisher 43 Infektionsfälle.

7.15 Uhr – Das Weiße Haus verschärft seine Einlasskontrollen. Alle Besucher, Beamten, Berater und Reporter müssen ihre Temperatur messen lassen, bevor sie den Amtssitz von US-Präsident Donald Trump betreten. Der Präsident, selbst erklärtermaßen COVID-19-negativ getestet, steht wegen sehr später Reaktion auf die Pandemie in der Kritik.

7.11 Uhr – Die Türkei schließt Bars und Nachtclubs, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Am Sonntag wurden Quarantänteeinrichtungen für Personen eingerichtet, die von Pilgerreisen zu muslimischen Heiligtümern in Saudi-Arabien zurückkehrten. In der Türkei sind 18 Corona-Fälle bestätigt.

Vor 7.00 Uhr

6.54 Uhr – Die japanische Notenbank hat angesichts der wirtschaftlichen Folgen durch die Corona-Krise ihre Geldpolitik weiter gelockert. So fährt sie unter anderem die Ankäufe börsennotierter Fonds, sogenannter ETFs, und anderer riskanter Anlagen hoch, wie die Zentralbank bekanntgab. Sie werde ihre Geldpolitik ohne zu zögern weiter lockern, sollte dies nötig sein, hieß es in Tokio nach einer Krisensitzung.

6.30 Uhr – Schleswig-Holstein hat alle Nord- und Ostseeinseln sowie die Halligen in der Nordsee für Touristen gesperrt. Das bestätigten die zuständigen Polizeileitstellen. Schon am Sonntag waren Urlauber aufgefordert worden, den Heimweg anzutreten. An diesem Montag will Ministerpräsident Daniel Günther weitergehende Regelungen für den Tourismus in seinem Bundesland bekanntgeben.

6.28 Uhr – Die philippinische Hauptstadt Manila schließt wegen des Coronavirus ihre Einkaufszentren. Nur einige Restaurants und Läden für den nötigsten Bedarf dürfen öffnen, darunter Lebensmittelgeschäfte und Apotheken. Im Großraum Manila leben 13 Millionen Menschen. Auf den Philippinen wurden bisher 140 Fälle des Coronavirus bestätigt.

6.22 Uhr – Der US-Sport wird wegen der Coronavirus-Krise wohl viel länger ruhen müssen als von den großen Ligen zunächst erhofft. Die Gesundheitsbehörde CDC empfahl, in den kommenden acht Wochen im ganzen Land Veranstaltungen mit 50 Personen und mehr zu verschieben oder abzusagen. Das überschreitet die angepeilten Pausen in der NHL (Eishockey) und der MLS (Fußball) deutlich. Die Basketball-Profiliga NBA hatte in ihrer offiziellen Mitteilung von einer Pause auf unbestimmte Zeit gesprochen. Auch der zunächst nur um zwei Wochen verschobene Saisonstart in der Baseball-Liga MLB wird unter diesen Umständen nicht zu halten sein.

6.07 Uhr – In Ruanda ist die Zahl der bestätigten Corona-Fälle von einem auf fünf gestiegen. Laut Gesundheitsministerium ist darunter auch ein Mann, der zuletzt nicht verreist war und sich somit im Land angesteckt haben müsste. In der Hauptstadt Kigali wurden bereits vor Tagen öffentliche Handwaschbecken aufgestellt, um die Hygiene zu verbessern. In Afrika zählen inzwischen mindestens 26 der 55 Staaten Corona-Patienten.

6.02 Uhr – Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat bei den Bürgern um Verständnis für die Einschränkungen im täglichen Leben geworben, um die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen. “Unsere Selbstbeschränkung heute kann morgen Leben retten”, sagte Steinmeier in einem Interview des Nachrichtenportals “t-online.de”. Es seien “drastische und sofortige Einschnitte in unser tägliches Leben, unseren Berufsalltag” notwendig.

ehl/sti (afp, ap, dpa, rtr,

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