Erste Eiskunstläuferin mit Kopftuch: Zahra Lari – Die Revolution auf dem Eis

Die 24-jährige Zahra Lari ist die erste Eiskunstläuferin weltweit, die als praktizierende Muslimin im Hidschab auftritt.

Bei der letzten Winteruniversiade war Lari außerdem die erste Eiskunstläuferin aus den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Zahra Lari ist nicht nur die erste Eiskunsläuferin, die bei einem internationalen Wettbewerb für die Vereingten Arabischen Emirate an den Start geht, sondern auch die erste Athletin, die im Hidschab auftritt. Bei der Winteruniversiade im russischen Kransojarsk sorgt sie damit für Aufsehen. 

Die Internationale Eislaufunion (ISU) änderte sogar die Regeln für die Läuferin. Bislang schrieb das Reglement der ISU vor, auf jegliche Art von Kopfputz und Ohrschmuck zu verzichten – wegen der großen Verletzungsgefahr von Sportlern. Doch Lari ignorierte die Regel und kassierte in der Vergangenheit bei Wettbewerben wegen Verstoßes lieber Strafpunkte, als ihr Kopftuch abzunehmen. 

Der Verband ist ihr nun entgegengekommen und erlaubte Kopfbedeckungen. Bei der Winteruniversiade tritt nun Lari ganz legitim im Hidschab auf und hofft damit anderen Muslimas, die Leistungsportlerinnen werden wollen, als Vorbild zu dienen. 

Nur eine Halle zum Trainieren 

Die größte Schwierigkeit sei aber für sie nicht das Laufen im Hidschab, sondern das Finden von Eisbahnen zum Trainieren. “Wir haben nur eine Halle in Abu Dhabi. Die zweite ist anderen Arten des Wintersports vorbehalten, dort wird Eishockey gespielt. Das ist schon alles, was es in den vereinigten Arabischen Emiraten gibt. Diese Schwierigkeiten sind schon okay, schließlich bin ich die erste aus den Emiraten, und wenn man die Erste ist, steht man immer vor Herausforderungen”, sagte die 24-Jährige russischen Medien. Ihre Landsleute würden sie aber unterstützen. 

Die diesjährige Winteruniversiade findet vom 2. bis 12. März statt.  3000 Hochschulsportler aus 58 Ländern nehmen daran teil.

Das ganz große Ziel von Lari sind aber die Olympischen Spiele 2022. Sie hofft bis dahin, bei Meisterschaften genügend Punkte zu sammeln, um sich für die Olympiade zu qualifizieren. Ob sie dann aber noch in der Lage ist, bei den Spielen zu laufen ist fraglich. immerhin ist sie dann bereits 28 Jahre alt. Für den Eiskunstlaufsport ein stolzes Alter. 

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