Eurofighter sorgen bei EU-Treffen für Sicherheit

Die Sicherheitsvorkehrungen sind in den nächsten Tagen in der Stadt besonders hoch: Der Luftraum rund um und über Wien wird von Eurofightern überwacht. Grund dafür sind zwei Ministertreffen im Zuge des EU-Ratsvorsitzes.

Bis zu sechs Eurofighter heben in Zeltweg Richtung Wien ab und überwachen bis Freitag den Luftraum über der Stadt. Der Anlass: Am Donnerstag trifft Verteidigungsminister Mario Kunasek (FPÖ) seine EU-Amtskollegen. Am Freitag besuchen dann noch die EU-Außenminister Außenministerin Karin Kneissl (FPÖ). Das Bundesheer unterstützt dabei die Sicherheitskräfte, sagt Michael Bauer, Pressesprecher des Bundesministeriums für Landesverteidigung.

Kein konkretes Bedrohungsszenario

Das Bundesheer setzt auf ein großes Spektrum der österreichsichen Luftstreitkräfte: „Insgesamt sind zwölf Eurofighter bzw. Saab 105 und PC7 im Einsatz und zwölf Hubschrauber. Wir wollen also das gesamte Spektrum abdecken. Wir können langsamfliegende Flugobjekte abfangen, aber auch schnelle, vielleicht auch überschallfliegende“, sagt Bauer. Konkretes Bedrohungsszenario gibt es aber nicht, wird betont.

Der Luftraum soll bei allen hochrangigen Treffen im Rahmen des EU-Vorsitzes derartig überwacht werden. Die Kosten dafür werden nicht genannt: „Im Prinzip läuft das im Rahmen der regulären Ausbildung. Das heißt, es sind für die Eurofighter eine bestimmte Anzahl an Flugstunden im Jahr zugewiesen. Im Rahmen dieses Ereignisses wird eine bestimmte Anzahl an Flugstunden verbraucht, die man sowieso für das Training der Pilotinnen und Piloten verwendet hätte“, so Bauer.

Eurofighter in 13.000 Metern Höhe

Die Eurofighter sollen die Bevölkerung aber kaum zu spüren bekommen, heißt es: „Man hört die Eurofighter vermutlich nicht, die fliegen auf 13.000 Metern Höhe. Man hört sie dann, wenn sie tatsächlich Überschall einsetzen, das lässt sich aber derzeit nicht einschätzen, ob sie das machen.“ Mehr als 900 Soldatinnen und Soldaten sind am Donnerstag und Freitag im Einsatz.

Auch die Polizei erhöht die Sicherheitsvorkehrungen. Wie viele Beamte im Einsatz sind, wollte die Polizei nicht bekanntgeben. Am Donnerstag kommt es rund um das Austria Center Vienna in der Donaustadt sowie im Bereich Heldenplatz – Ballhausplatz zu Platzverboten und möglichen Verkehrsbehinderungen. Die Luftüberwachung endet aber nicht am Donnerstag, denn es wird sie bei weiteren Ministertreffen noch viermal im September geben.

(ORF)

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