Frau stirbt bei Unfall in U-Bahnstation in Wien

Eine Frau ist am Samstagabend in Wien-Meidling gegen einen abfahrenden U-Bahn-Zug gestürzt.

16. Februar 2020

Die 31-Jährige wurde zwischen den Bahnsteig in der U6-Station “Am Schöpfwerk” und die Garnitur gezogen. Dabei erlitt sie tödliche Verletzungen, berichtete die Polizei am Sonntag.

Zeugen zufolge war die Frau gegen 21.30 Uhr in Richtung des abgefertigten und abfahrenden Zuges gegangen und gestürzt.

ährend des Einsatzes von Polizei und Rettung kam es zu einer Stehzeit der U6 zwischen den Stationen “Meidling” und “Alterlaa” von rund zwei Stunden. Es wurde ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.

Laut ersten Untersuchungen der Wiener Linien, die auch die Überwachungsvideos bereits ausgewertet haben, dürfte die Frau am Schöpfwerk angekommen, aus der U-Bahn Richtung Floridsdorf ausgestiegen und dann im Türbereich stehen geblieben sein. Der U-Bahn-Fahrer soll mehrfach darum gebeten haben, den blockierten Türbereich freizumachen.

Das tat die Frau dann auch. Sie ging kurz hinter die gelbe Sicherheitslinie und der Zug fuhr ab. Die Frau entschied sich allerdings kurzfristig wieder um und rannte wohl auf die U-Bahn zu. Sie stürzte zwischen zwei Waggons in den Schacht und wurde überrollt.

„Bei der U6 ist das möglich, da sie getrennte  Waggons hat, bei anderen Linien wäre das nicht möglich gewesen“, sagt Lisa Schmid, von den Wiener  Linien.

Fahrgäste haben sofort den Notstopp aktiviert – Polizei und Berufsrettung waren mit einem Großaufgebot im Einsatz. Für die Frau kam aber jede Hilfe zu spät. Sie starb noch an der Unfallstelle.

Der Betrieb der U6 wurde zwischen den Stationen Meidling und Alterlaa für etwa zwei Stunden unterbrochen. Es wurde ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.

Der Fahrer, der sich in psychologischer Betreuung befindet, hätte keinen Fehler gemacht. „Es gibt mehrere Sicherheitsrichtlinien, die eingehalten wurden“, sagt die Sprecherin. Dazu würden etwa die Signale, die Durchsagen und  Blicke in die Spiegel gehören.

Nach solchen  Unfällen werden oft Sicherheitstüren am Bahnsteig gefordert, die  den Zutritt zu den Gleisen nur ermöglichen, wenn der Zug in der Station steht. Bei der U5 sind solche Türen geplant.  Für die anderen Linien sind derartige Vorkehrungen derzeit nicht vorgesehen. 

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