IS reklamiert Angriff auf Sicherheitskräfte in Sri Lanka für sich

Nach den Anschlägen in Sri Lanka fahndet die Polizei nach den Hintermännern. Erst am Samstag sprengten sich Selbstmordattentäter in die Luft, als ein Islamistenversteck gestürmt wurde. Der IS übernahm die Verantwortung.

Nach den verheerenden Osteranschlägen in Sri Lanka hat sich das “Islamischer Staat” (IS) auch zum jüngsten Blutvergießen an der Ostküste des Landes bekannt.

Drei IS-Kämpfer hätten Sicherheitskräfte bei Kalmunai in einen Hinterhalt gelockt, sich Schießereien mit ihnen geliefert und sich schließlich mit ihren Sprengstoffgürteln in die Luft gesprengt, teilte der IS über sein Sprachrohr Amak mit.

Viele Tote nach Explosionen

In der Nacht zum Samstag waren nach mehreren Explosionen in einem von Sicherheitskräften umstellten Haus im Osten Sri Lankas 15 Menschen getötet worden – darunter sechs Kinder und drei Frauen.

Am Ostersonntag hatten neun einheimische Selbstmordattentäter bei verschiedenen Anschlägen mehr als 250 Menschen in dem Inselstaat im Indischen Ozean getötet.

Der IS reklamierte die Attacken für sich. Die Regierung macht eine einheimische Islamistengruppe dafür verantwortlich, die Hilfe eines internationalen Netzwerks gehabt haben müsse.

Weiter Reisewarnung

Seitdem fahndet die Polizei nach 140 Verdächtigen, die Kontakte zum IS unterhalten haben sollen. Bislang haben die Behörden 76 Verdächtige festgenommen, darunter Ausländer aus Syrien und Ägypten.

Das Auswärtige Amt in Berlin warnt, es bestehe grundsätzlich die Gefahr weiterer Anschläge. “Reisenden wird zu erhöhter Wachsamkeit geraten. Von nicht notwendigen Reisen nach Sri Lanka wird abgeraten”, erklärte das Ministerium.

as/fab (dpa, afp, rtr)

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