Israel fliegt Vergeltungsangriffe auf Gaza

Als Reaktion auf erneute Raketenangriffe aus dem Gazastreifen hat die israelische Armee mehrere Ziele der militanten Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad bombardiert. Wieder gab es mehrere Tote.

Bei einem israelischen Luftangriff auf Ziele im Gazastreifen sind vier Palästinenser getötet worden. Dies teilte das Gesundheitsministerium in Gaza mit. Bei einem der Toten handelt es sich nach Angaben des Islamischen Dschihad um Chaled Fawwadsch, einen Kämpfer der Miliz. Die Zahl der Toten im Gazastreifen stieg damit seit Beginn der jüngsten Auseinandersetzungen am Dienstag auf 16.

Israels Armee teilte mit, sie habe mit einer Reihe von Luftangriffen auf erneute Raketenangriffe aus dem Gazastreifen in der Nacht reagiert. Dabei sei auch eine Raketenabschussbasis des Islamischen Dschihad beschossen worden.

Israel hatte am Dienstagmorgen einen Angriff auf das Haus von Baha Abu Al Ata, dem Anführer des Islamischen Dschihad, verübt und dabei Ata und seine Frau getötet. Der Islamische Dschihad und die im Gazastreifen regierende radikalislamische Hamas-Miliz kündigten in der Folge Vergeltung an.

Seither wurden aus dem Gazastreifen mindestens 220 Raketen auf Israel abgefeuert. Nach Angaben der israelischen Armee wurden 90 Prozent der Raketen von der Raketenabwehr Iron Dome (Eisenkuppel) abgefangen. Nach Behördenangaben wurden rund zwanzig Menschen leicht verletzt. Todesopfer gab es nicht.

Es handelt sich um die schwersten Gefechte in der Region seit Monaten. Ägypten und die Vereinten Nationen bemühen sich nach israelischen Medienberichten um eine Beruhigung der Lage und vermitteln intensiv hinter den Kulissen.

stu/se (apf, dpa, rtr)

 

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