Israel: Neue Luftangriffe auf Ziele bei Damaskus

SYRIEN ⋅ Die israelische Luftwaffe hat in der Nacht zum Mittwoch eine Reihe von Zielen in Syrien angegriffen. Auf Twitter berichteten die israelischen Streitkräfte von “breit angelegten Angriffen” gegen Stellungen der syrischen Armee und mit dem Iran verbundenen Kräften.

20. November 2019

Die israelischen Streitkräfte (IDF) richteten zugleich eine scharfe Warnung an die syrische Regierung. “Wir betrachten das syrische Regime als verantwortlich für alle Aktionen, die von syrischem Gebiet ausgehen und warnen es vor weiteren Attacken gegen Israel”, twitterten die IDF. “Wir werden weiterhin entschlossen und so lange wie notwendig gegen die iranische Verwurzelung in Syrien vorgehen.”

Syrische Medien hatten von einer Reihe von Explosionen rund um Damaskus in der Nacht zum Mittwoch berichtet. Nach diesen Angaben habe die syrische Luftabwehr dabei “mehrere Ziele” beschossen und getroffen. Von israelischer Seite hiess es dagegen, die syrische Luftabwehr habe trotz vorheriger Warnung eine Rakete abgefeuert, als Antwort darauf seien mehrere syrische Luftabwehrstellungen zerstört worden. Die Angaben liessen sich von unabhängiger Seite nicht überprüfen.

IRAN IM FOKUS

Erst in der Nacht zum Dienstag waren in der Nähe des Flughafens der Hauptstadt Damaskus Explosionen zu hören gewesen. Weitere Details nannte die Staatsagentur Sana nicht. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete, Israels Armee habe fünf Raketen auf den Süden von Damaskus abgefeuert. Einige seien abgefangen worden.

Danach fing das israelische Abwehrsystem Iron Dome (Eisenkuppel) mehrere aus Syrien abgefeuerte Raketen ab.

Die israelische Luftwaffe hat in der Vergangenheit mehrfach Ziele in Syrien angegriffen. Die Bombardierungen richten sich Beobachtern zufolge gegen Kräfte, die mit dem Iran verbunden sind. Israel will verhindern, dass sich sein Erzfeind seinen Einfluss in Syrien militärisch weiter ausbaut. Der Iran unterstützt im syrischen Bürgerkrieg die Regierungstruppen. (SDA/REU/AFP/DPA)

 

Aufrufe: 15

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*