Italien: 68-Jährige angegriffen und zu sexuellen Handlungen gezwungen

Ortona (Chieti, Italien) – ein Urlaubsort an der Adriaküste der mittelitalienischen Region Abruzzen, war Schauplatz einer abscheulichen Gewalttat. Ein Asylsuchender, dem erst einen Monat zuvor sein Flüchtlingsstatus anerkannt worden war, griff auf dem Strand eine 68-jährige Pensionistin an und zwang sie zu sexuellen Handlungen. Der 20-jährige, aus Somalia stammende Mann wurde von den Carabinieri festgenommen.

Die Vorgeschichte der eigentlichen Gewalttat begann mit obszönen Handlungen in der Öffentlichkeit. Der der 20-jährige Täter Saleban Nuur Shaieb, ein Somalier ohne festen Wohnsitz, entledigte sich in Strandnähe mitten auf einer Straße seiner Bekleidung und begann, sich vor mehreren Passanten zu masturbieren. Als einige anwesende Händler die Carabinieri verständigten, suchte der Mann, dem erst einen Monat zuvor ein Flüchtlingsstatus mit subsidiärem Schutz zuerkannt worden war, in Richtung des Strandes das Weite.

Auf dem Strand traf er auf die 68-Jährige, die die Nähe des Meeres aufgesucht hatte, um dort ein Sonnenbad zu nehmen. Sofort schleuderte er sich mit großer Gewalt auf sie, sodass der Kopf der Frau hart auf die auf dem Strand liegenden Steine aufschlug. Anschließend zwang er sie dazu, sexuelle Handlungen zu erleiden. Wenig später gelang es der Pensionistin, sich aus der Gewalt des 20-Jährigen zu befreien. Auf der Flucht warf sie sich in ihrer Verzweiflung ins Meer. Im selben Moment trafen auf dem Strand die Carabinieri ein und nahmen Saleban Nuur Shaieb fest.

Das 68-jährige Opfer wurde von den herbeigerufenen Rettungskräften erstversorgt und in das Krankenhaus von Lanciano transportiert. In der Klinik stellten die Ärzte bei ihr verschiedene Verletzungen, Abschürfungen sowie ein Schädel-Hirn-Trauma fest. Sie bescheinigten der Frau eine Heilungsdauer von 30 Tagen. „Ich habe Angst gehabt, dass er mich töten könne, aber zum Glück ist es mir gelungen, mich zu entwinden“, so das tränenüberströmte Gewaltopfer zu den behandelnden Ärzten.

Saleban Nuur Shaieb hingegen wurde wegen sexueller Gewalt, obszönen Handlungen in der Öffentlichkeit sowie Vortäuschung einer falschen Identität verhaftet und in das Gefängnis von Chieti überstellt. Der 20-Jährige hatte gegenüber den Carabinieri noch versucht, einen falschen Namen anzugeben. Nur dank der Fingerabdrücke war es den Ordnungshütern gelungen, die wahre Identität des Gewalttäters herauszufinden.

Saleban Nuur Shaieb, der vor fast einem Jahr als illegaler Einwanderer in Sizilien an Land gegangen war, war im Oktober ein Flüchtlingsstatus mit subsidiärem Schutz zuerkannt worden. Der Flüchtlingsstatus mit subsidiären Schutz wird jenen zuerkannt, die sich selbst als Flüchtlinge bezeichnen, jedoch selbst keine persönliche Verfolgung nachweisen können, aber wo angenommen werden kann, dass sie bei der Rückkehr in ihr Heimatland schweren Schaden erleiden könnten.

Der Fall von Ortona löste in der italienischen Öffentlichkeit heftige Polemiken aus.

Von: ka

 

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