Mehrere Tote bei Amoklauf in Tschechien

In einem Krankenhaus in der Stadt Ostrau im Westen Tschechien ist es am Dienstag offenbar zu einem Amoklauf gekommen. In ersten Berichten ist die Rede von mindestens vier Toten und mehreren Schwerverletzten.

Der Schütze ist nach ersten Informationen auf der Flucht. Der Hintergrund der Gewalttat im Universitätsklinikum von Ostrava war zunächst völlig unklar.

Tschechiens Innenminister Jan Hamacek bestätigte der Agentur CTK, dass es mehrere Tote gegeben habe. Die Polizei sei mit zahlreichen Beamten und einem Sondereinsatzkommando vor Ort, auch ein Hubschrauber sei im Einsatz. Hamacek machte sich auf den Weg zum Unglücksort.

Der Todesschütze soll nach Angaben der Polizei eine schwarze Jacke tragen und rund 1,80 Meter groß sein. Augenzeugen berichteten Medien, dass sie Schüsse aus dem Bereich der Notaufnahme gehört hätten. Die Universitätsklinik in der mährisch-schlesischen Industriestadt hat rund 1200 Betten.

Krisenstab nach Schüssen in Krankenhaus

Mitarbeiter der Klinik wurden angewiesen, ihre Abteilungen nicht zu verlassen. „Wir sind alle nervös“, sagte eine Medizinerin der Agentur CTK. Das Krankenhaus war geschlossen, es wurden keine neuen Patienten aufgenommen. Die Verwaltungsregion Mährisch-Schlesien setzte einen Krisenstab ein.

Ostrava ist mit rund 290 000 Einwohnern die drittgrößte Stadt Tschechiens und Verwaltungszentrum der mährisch-schlesischen Region. Die Stadt liegt an der Nordostgrenze Tschechiens, zehn Kilometer südwestlich von Polen und 50 Kilometer nordnordwestlich der Grenze zur Slowakei. (dpa)

fr.de

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