Mindestens sieben Tote bei Anschlag in afghanischer Hauptstadt Kabul

AFGHANISTAN ⋅ Nur einen Tag nach der Ankündigung des afghanischen Präsidenten Ghani, drei hochrangige Taliban freizulassen, detoniert in Kabul eine Autobombe. Sieben Menschen sterben, vier Ausländer werden verletzt.

13. November 2019

Bei einem Autobombenanschlag in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind mindestens sieben Menschen getötet worden. Mindestens zehn weitere Menschen seien verletzt worden, darunter vier ausländische Staatsbürger, teilte das Innenministerium am Mittwoch mit.

Der Sprengsatz habe ein gepanzertes Fahrzeug der kanadischen Sicherheitsfirma GardaWorld getroffen. Die vier verletzten Ausländer seien Mitarbeiter dieser Firma. Zuvor hatte das Innenministerium mitgeteilt, Ziel des Anschlags sei ein Fahrzeug eines Ministeriums gewesen.

ALLE OPFER SIND ZIVILISTEN

Zu den Nationalitäten der verletzten Ausländer gab es zunächst keine Informationen. Alle Opfer des Anschlags sind nach den Worten von Ministeriumssprecher Nasrat Rahimi Zivilisten. Unter den Toten ist auch ein Kind.

Die Explosion ereignete sich am frühen Morgen (Ortszeit) in einer Strasse an der Rückseite des Innenministeriums und unweit des Flughafens. Bilder in sozialen Medien zeigten eine aufsteigende grosse, weisse Rauchwolke und mehrere zerstörte Autos.

Zunächst bekannte sich niemand zu dem Angriff. Die militant-islamistischen Taliban bestritten in einer Nachricht über WhatsApp eine Beteiligung an der Tat.

Die Autobombe ist der 21. grössere Anschlag in Kabul in diesem Jahr. Dabei sind bisher insgesamt mindestens 250 Menschen getötet und mehr als 1100 verletzt worden. (SDA/DPA)

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