Oberstes Gericht spricht heiligen Grund in Ayodhya den Hindus zu

Die historische Moschee in der Stadt Ayodhya wurde 1992 von Hindu-Hardlinern abgerissen, die behaupten, die Moschee aus dem 16. Jahrhundert sei an der Stelle des Geburtsortes von Ram errichtet worden.

09. November 2019

Indiens oberstes Gericht hat am Samstag den Weg für den Bau eines Hindu-Tempels an einer heiß umstrittenen heiligen Stätte geebnet – ein großer Sieg für hinduistische Nationalisten unter Premierminister Narendra Modi.

Im seit Jahrzehnten schwelenden Streit um einen als heilig angesehenen Grund in Ayodhya, im Gliedstaat Uttar Pradesh, hat das Oberste Gericht Indiens zugunsten der Hindus entschieden.

Sie dürfen dort einen Tempel bauen. Die Muslime erhalten ein gesondertes Grundstück für den Bau einer Moschee.

Angesichts der Tragweite des Urteils wurde in Uttar Pradesh ein generelles Versammlungsverbot verhängt. Zudem wurden in dem Gliedstaat vorsorglich alle Schulen bis Montag geschlossen und Sicherheitsvorkehrungen verstärkt.

Tausende von Polizisten und paramilitärische Einheiten patrouillierten am Tag des Urteils, um mögliche Gewalt schon im Keim zu ersticken.

Premier Narendra Modi hatte zuvor zur Ruhe aufgerufen und erklärte, wie immer das Urteil ausfalle, dass es für «niemanden Sieg oder Niederlage sein» werde.

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