Österreich: Coronavirus – Erster Verdachtsfall in Salzburg

PEKING/SALZBURG. In Salzburg gibt es einen ersten Coronavirus-Verdachtsfall. Laut Medienberichten kehrte eine Salzburgerin mit ihrem Mann von einer China-Reise im Jänner aus Peking zurück.

Die Frau klagte über Kreislaufprobleme und Durchfall und suchte gestern das Uniklinikum Salzburg auf. Dort wird sie und sicherheitshalber auch ihr Mann in der Isolierstation betreut. Der Verdachtsfall ist noch nicht bestätigt.

Das Ehepaar im Alter von Ende 40, Anfang 50 Jahren sei am Donnerstagabend ins Uniklinikum gekommen, bestätigte Kliniksprecher Wolfgang Fürweger am Freitag den Verdachtsfall gegenüber der APA. Noch am selben Abend wurde eine Blut- und Harnprobe nach Wien geschickt. “Wir hoffen, dass das Ergebnis noch im Laufe des heutigen Tages eintreffen wird”, sagte Fürweger. Eine Influenza-Infektion wurde bei der Frau jedenfalls nicht festgestellt. Der Mann zeigte bisher keine Anzeichen einer Krankheit.

Zahl der Infektionen und Toten in China steigt drastisch

Die Infektionen und Todesfälle durch das neuartige Coronavirus in China haben den bisher größten Anstieg innerhalb eines Tages verzeichnet.

Die Zahl der nachgewiesenen Erkrankungen kletterte um 1.981 auf 9.692, wie die Gesundheitskommission am Freitag in Peking berichtete. Die Zahl der Toten stieg um 43 auf 213. 

Der Ausbruch der “akuten Atemwegserkrankung”, wie sie jetzt offiziell genannt wird, zählt damit schon deutlich mehr Infektionen als vor 17 Jahren die SARS-Pandemie mit 8.096 Fällen. Damals starben 774 Menschen durch das “Schwere Akute Atemwegssyndrom” (SARS). Der neue 2019-nCoV-Erreger ist eine Variante des Sars-Virus.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erklärte die rasante Ausbreitung des Virus zu einer “gesundheitlichen Notlage von internationaler Tragweite”. Das bedeutet, dass die mehr als 190 Mitgliedsländer von der WHO empfohlene Krisenmaßnahmen untereinander koordinieren.

“Wir sitzen alle im selben Boot”, sagte WHO-Direktor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Donnerstag nach einer Krisensitzung in Genf. Das Virus könne nur gemeinsam aufgehalten werden. “Das ist die Zeit für Fakten, nicht Angst.” Weltweit sind Infektionen in rund 20 Ländern festgestellt worden. In Deutschland sind inzwischen fünf Fälle bekannt.

China ist nach Angaben einer Sprecherin des Außenministeriums in Peking zuversichtlich und in der Lage, “den Krieg” gegen das neue Coronavirus zu gewinnen. Die Volksrepublik werde weiter mit der WHO und anderen Ländern zusammenarbeiten, sagte die Sprecherin. Die Provinz Shandong an der chinesischen Ostküste hat Unternehmen laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Xinhua darum gebeten, ihren Betrieb nicht vor dem 10. Februar wieder aufzunehmen. So solle dabei geholfen werden, die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen.

Quelle: nachrichten   – 31. Januar 2020

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