Österreich: 29-Jähriger in Bar getötet: „Wir haben alles getan, um ihn zu retten“

 REGAU, 27/10/2020 – Nachdem in der Nacht auf Samstag ein 29-Jähriger bei einer Massenschlägerei in Regau getötet wurde, steht der Lokalbetreiber unter Schock.

„Wir haben alles getan, um ihn zu retten“, sagt er im OÖN-Gespräch. Neun Personen wurden verhaftet und werden derzeit einvernommen.

Es habe sich bei der Schlägerei um eine Familienfehde gehandelt, vermutet der Betreiber der „Weelax-Lounge“ in Regau (Bezirk Vöcklabruck), der nicht namentlich genannt werden will. Die Kontrahenten, jeweils etwa fünf Leute, seien zuvor getrennt an Tischen gesessen, als es gegen Mitternacht zu dem Vorfall kam: „Plötzlich ist es zu einer Schlägerei gekommen. Kurz danach ist einer auf dem Boden gelegen.“ Dabei handelt es sich laut Staatsanwaltschaft Wels um einen 29-jährigen Mazedonier. „Wir haben alles versucht, um die Situation zu beschwichtigen.“ Er selbst habe sich um das schwer verletzte Opfer gekümmert: „Wir haben alles getan, um ihn zu retten.“

Den Einsatzkräften, die zu dem Großeinsatz eilten, bot sich ein Bild des Schreckens: “Überall lagen Glasscherben und zerbrochene Flaschen herum”, schildert Gerald Schuster, Rettungskommandant im Bezirk Vöcklabruck. Die Polizei führte die letzten Gäste aus dem Lokal, der Betreiber drehte die Musik ab. 

Der schwer verletzte 29-Jährige sei in stabiler Seitenlage auf dem Boden gelegen, sagt Kommandant Schuster. Sein Zustand habe sich zusehends verschlechtert, bis es zu einem Atem-Kreislaufstillstand gekommen sei und er reanimiert werden musste: “Wir mussten den Mann auch während des Transportes ins Krankenhaus reanimieren.”

Doch auch dort konnte ihm nicht mehr geholfen werden: Der Mazedonier starb noch im Schockraum. Im Lokal in Regal wurden noch ein weiterer Mann mit schweren Schnittverletzungen behandelt. Ein dritter Mann, der bei der Schlägerei eine Stichverletzung im Bauch erlitt, war offenbar trotz der schweren Verletzung nach Attnang-Puchheim gefahren. Dort verständigten Verwandte die Rettung. Laut Schuster steht seine Verletzung im direkten Zusammenhang mit der Schlägerei. Vier weitere Personen wurden laut einer Sprecherin des Krankenhauses Vöcklabruck dort ambulant behandelt. 
(nachrichten)

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