Paketbomben in den USA – Verdächtiger festgenommen

Im Fall der verschickten Paketbomben an prominente Trump-Kritiker gibt es eine Festnahme. Laut US-Justizministerium ist eine Person in Florida in Gewahrsam genommen worden.

Bei der Fahndung nach dem Absender der mutmaßlichen Briefbomben in den USA hat es eine erste Festnahme gegeben. Das teilte das Justizministerium in Washington mit, ohne zunächst weitere Angaben zu machen.

Dem Anschein nach handelt es sich bei dem Festgenommenen um einen Trump-Anhänger. TV-Bilder im Zusammenhang mit der Festnahme zeigen einen weißen Kleinbus mit Trump-Bildern und dem Präsidentensiegel.

Seit Montag waren insgesamt zwölf der potenziell gefährlichen Sendungen an Kritiker von Präsident Donald Trump aufgetaucht. Die Sprecherin des Ministeriums, Sarah Flores, teilte auf Twitter mit, man wolle weitere Details auf einer Pressekonferenz bekannt gegen.

Die verdächtigen Päckchen waren an prominente demokratische Politiker wie Ex-Präsident Barack Obama, dessen frühere Außenministerin Hillary Clinton und Ex-CIA-Direktor John Brennan adressiert, wurden aber rechtzeitig abgefangen. Es wurde niemand verletzt.

US-Präsident Donald Trump hatte nach den Funden der mutmaßlichen Bomben zu mehr Anstand in der politischen Debatte aufgerufen. Gleichzeitig gab er aber auch den Medien eine Mitschuld. “Die Medien stehen auch in der Verantwortung, einen zivilisierten Ton zu setzen und die endlosen Anfeindungen sowie die ständigen negativen und oft falschen Angriffe und Geschichten zu stoppen”, sagte er auf einer Wahlkampfveranstaltung.

Die gepolsterten Umschläge waren jeweils mit sechs Briefmarken frankiert und trugen laut der Bundespolizei in mindestens fünf Fällen als Absender den Namen der Abgeordneten Debbie Wasserman Schultz, die von 2011 bis 2016 Parteichefin der Demokratischen Partei war. Die Adressen waren gedruckt und nicht von Hand geschrieben.

Zumindest in einigen der zwölf Pakete befanden sich Plastikrohre mit Schwarzpulver und Zünder. Das FBI ging zunächst davon aus, dass sie hätten explodieren können.

Landesweit seien Hunderte Ermittler mit dem Fall befasst, sagte FBI-Vizechef William Sweeney bei einer Pressekonferenz in New York. “Es ist nach wie vor möglich, dass weitere Pakete geschickt wurden oder werden.”

mst/dpa/AFP

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