Scharia-Funktionär wird für außerehelichen Sex ausgepeitscht

Ein Mann in Indonesien, der die Umsetzung der Scharia überwacht, wurde selbst eine drakonische Strafe zum Teil. Weil er für außerehelichen Sex schuldig gesprochen wurde, bekam er mehrere Stockschläge verpasst. 

In der indonesischen Provinz Aceh ist ein Mann öffentlich ausgepeitscht worden, weil er außerehelichen Sex mit einer verheirateten Frau gehabt haben soll. In der Region gilt die Scharia – eine Art religiöses Rechtssystem, das von radikalen Islamisten praktiziert wird.

Wie etwa CNN und die “Jakarta Post” berichteten, ist der Beschuldigte ein Mitglied des Aceh Ulema Council (MPU). Die Organisation zeichnet mitverantwortlich für die Ausarbeitung jener strengen Gesetze und überwacht ihre Umsetzung in der Provinz. Und dementsprechend auch die drakonische Strafe, die dem Mann nun selbst zu Teil wurde. Der “Jakarta Post” zufolge wurde er mit 28 Stockschlägen bestraft, die Frau soll 25 Hiebe bekommen haben.

Stockschläge für außerehelichen Sex

Die Stockschläge sind in Aceh eine gängige Strafe für allerlei Vergehen nach Auffassung der dort geltenden Scharia – darunter etwa Glücksspiel, Alkoholkonsum, Homosexualität und außerehelicher Sex. Laut CNN sollen im vergangenen Jahr 15 Menschen, darunter fünf Frauen, durch Stockschläge bestraft worden sein. Die nun Beschuldigten wurden den Berichten zufolge in flagranti in einem Auto erwischt und daraufhin von einem Gericht in Aceh schuldig im Sinne der Scharia gesprochen.

Der Verurteilte soll das erste MPU-Mitglied sein, das in einem derartigen Fall schuldig gesprochen wurde. Als Konsequenz solle er von seinen Aufgaben entbunden werden, da er ein schlechtes Licht auf die Organisation geworfen habe, werden Offizielle in den Berichten zitiert. “Es spielt keine Rolle, wer man ist (…). Wer das islamische Recht bricht, wird geschlagen”, zitierte die Nachrichtenagentur AFP ein führendes Mitglied der Gemeinde. 

 

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