Streit um Kopftuch eskaliert zu Massenschlägerei

In England ist es nach einem Streit um ein Kopftuch zu einer Massenschlägerei gekommen, bei der die Polizei mit einem Großaufgebot und einer Hundestaffel anrücken musste. Der Vorfall zeigt, wie angespannt die Lage ist – und an welchen Stellen die Auseinandersetzungen zukünftig stattfinden werden.

Die Sun berichtet von dem Vorfall in der Fir Vale Schule in Sheffield in großen, in übergroßen – ja, in größtmöglichen Worten: von »riot« ist die Rede, von Bildern, die »shoking« sind. Schon in der Überschrift heißt es, Eltern hätten gesagt, es sei »wie im Dritten Weltkrieg« gewesen.

So ein Kommentar, den die Sun natürlich gerne aufgegriffen hat und der dann bereitwillig von anderen Medien – z.B. von tag24 – übernommen wurde (wie man das eben von der Sensationspresse erwartet), ist ebenso hoffnungslos übertrieben wie es übertrieben war, auf einen Streit um ein Kopftuch eine Massenschlägerei folgen zu lassen. Offenbar finden die Leute weder die richtige Art mit Problemen umzugehen, noch finden sie die richtigen Worte, diese Probleme zu beschreiben.

Was war passiert? Ein Mädchen aus Somalia und ein anderes aus einem osteuropäischen Land war wegen einem Kopftuch in einen Streit geraten. Darin mischten sich dann die Brüder ein und daraufhin mischten sich weitere Beteiligte ein, so dass die Sache außer Kontrolle geriet.

Eltern berichteten, dass nun ihre Kinder nicht mehr zur Schule gehen wollten – »not ever want to go back to that school« – und einige schon Anträge auf einen Schulwechsel gestellt hätten. Dabei wurden lediglich zwei Personen leicht verletzt und mussten von Sanitätern behandelt werden.

Also alles nur halb so wild – sollte man denken. Aber so wie die überzogenen Kommentare falsch sind, so wäre es auch falsch, die Bedeutung des Vorfalls herunterzuspielen. Was zeigt er uns?

Die Situation ist angespannt und kann jederzeit kippen. Die Schüler, die verschiedene Hintergründe haben, haben keine gemeinsamen Regeln für den Umgang miteinander – vermutlich nicht einmal eine gemeinsame Sprache. Es gibt kein Wertesystem, das sie alle teilen und respektieren. Es gibt keine gültigen Rahmenbedingungen, in denen aufkommende Konflikte gelöst werden können.

Sie werden es auch nicht lernen. Dazu gibt es keine Ansätze. Wie lange sollte es auch dauern? Die Konflikte fangen schon früh an, sehr früh sogar: im Elternhaus. Im Elternhaus der Zugewanderten. Dahin reicht die Gesetzgebung nicht. Dahin gelangen keine pädagogischen Bemühungen. Die Kulturkriege werden in Schulen und Kindergärten ausgetragen.

(Hornnews24/freiewelt/

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