Tote bei Erdbeben in Albanien

Stand: 26.11.2019 09:02 Uhr

Das wohl schwerste Erdbeben seit Jahrzehnten in Albanien hat am frühen Morgen die Westküste des Balkanstaats erschüttert. Mindestens sechs Menschen kamen ums Leben. 300 Menschen wurden verletzt, zahlreiche Gebäude stürzten ein.

Bei einem schweren Erdbeben der Stärke 6,4 in Albanien sind in den frühen Morgenstunden mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Nach offiziellen Angaben wurden mindestens 300 Menschen verletzt. Es wird erwartet, dass die Zahlen noch steigen werden. Das Epizentrum lag nach albanischen Angaben 30 Kilometer westlich von Tirana in zehn Kilometer Tiefe im Adriatischen Meer.

Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums sprach von “erheblichen Schäden”. Von Anwohnern gepostete Videos im Internet zeigten eingestürzte Gebäude in der Küstenstadt Durres. Dort brach nach Angaben des Verteidigungsministeriums auch ein dreistöckiges Hotel zusammen. Menschen seien in Panik aus ihren Häusern gelaufen, hieß es. Ein Mann kam ums Leben, als er in Kurbin im Nordwesten des Landes in Panik aus einem Gebäude sprang.

Erschütterungen auf gesamter Balkanhalbinsel spürbar

Das Erdbeben und einige kleinere Nachbeben waren örtlichen Medien zufolge auf der gesamten Balkanhalbinsel zu spüren, unter anderem im benachbarten Kosovo und in Süditalien, in Sarajevo und der fast 700 Kilometer entfernten serbischen Stadt Novi Sad. Der Mittelmeerraum gehört zu den aktivsten Erdbebenregionen Europas. Albanien ist dort eines von vielen Küstenländern und hat knapp drei Millionen Einwohner.

Bei einer Serie schwächerer Erdbeben in Albanien waren im September mehr als 100 Menschen verletzt und Hunderte Gebäude beschädigt worden. Die Angaben zur Stärke dieser Beben lagen zwischen 4,4 und 5,8. Das Verteidigungsministerium sprach damals vom schwersten Erdbeben in Albanien seit Jahrzehnten. Es war auch in den Nachbarländern Montenegro und Nordmazedonien zu spüren gewesen. Albaniens Präsident Ilir Meta bezeichnete die Lage in den betroffenen Gebieten als “dramatisch”. Es werde alles unternommen, um die Menschen aus den Trümmern zu holen, sagte er.

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